Postfaktisch

Hey, liebe Leute, heute, stelle ich Euch das Buch ‚Der Wunderbare Weg‘ von Scott Peck vor.

Ich kann nur empfehlen, es einmal durchzulesen, denn hier finden wir in einfacher klarer Sprache viele gute Anregungen für eine Orientierung auf unserem Weg des Lebens.

Das gilt für seinen ersten Band, nicht jedoch für den Zweiten, den ich für mißlungen halte.

Da das Wort ‚postfaktisch‘ zum Wort des Jahres ausgewählt wurde, und von einer Veränderung der Gesellschaft im Umgang mit Informationen und Emotionen handelt, habe ich einen Abschnitt aus Scott Peck’s Buch mit der Überschrift ‚Der Zorn und sein Ausdruck‘ ausgewählt:

„Zorn ist eine Emotion, die in uns durch zahllose Generationen der Evolution hindurch angelegt ist, um unser Überleben zu fördern. Zorn veranlasst uns, uns zu wehren. Ohne unseren Zorn will man uns ständig übervorteilen, unterdrücken und vernichten. Nur mit Zorn können wir überleben. Es ist aber notwendig, dass die höheren Zentren unseres Gehirns (Urteilskraft) in der Lage sind, die niederen Zentern (Emotionen) zu regulieren und mäßigen.

Wir müssen nicht nur in der Lage sein, unseren Zorn zu äußern, sondern es auch unterlassen zu können. Mehr noch, wir müssen ihn auf verschiedene Arten äußern können: zum Beispiel nach gründlicher Überlegung, oder sofort und spontan, oder kalt und ruhig oder laut und heftig. Um den Zorn kompetent zu handhaben, brauchen wir ein flexibles Redaktionssystem. Mehr oder weniger leiden alle Menschen unter Unzulänglichkeiten ihres flexiblen Reaktionssystems. Je mehr Patienten durch Angst, Schuldgefühle und Unsicherheit behindert sind, desto schwieriger ist die Arbeit mit Ihnen, ihr Reaktionssystem flexibler zu machen.

Geistig-seelische Gesundheit fordert die Fähigkeit, immer neu ein Gleichgewicht zwischen miteinander in Konflikt stehenden Bedürfnissen, Zielen, Pflichten, Verantwortungen und Richtungen herzustellen. Das Wesentliche darin ist, etwas aufgeben zu können. Der Vorgang, etwas aufzugeben, ist schmerzlich. Aufgeben beinhaltet Wachsen, es begleitet uns von Geburt an.“

Soweit Scott Peck, dem ich durch sein Buch verdanke, über mein 'flexibles Reaktionssystem' nachgedacht zu haben.

Heißt das nicht, dass wir unser starres Selbstbild aufgeben müssen,um uns von den gewohnten, immergleichen Reaktionen, die wir uns einmal angeeignet haben, zu befreien? Ist es nicht wirklich sinnvoll, eine große Bandbreite an Reaktionen zur Verfügung zu haben, um in den vielfältigen Situationen des Lebens adäquat reagieren zu können?

Das wiederum fordert Achtsamkeit und die Bereitschaft zu lernen.

In diesem Sinne

HMM

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