Die geistige Sonne

Hey liebe Leute, heute, ist es wieder so weit: es folgt ein neuer Blog mit dem Thema ‚Die geistige Sonne‘.

Der Text ist mal wieder ein Ausschnitt aus den Werken des Mönches Omraam Mikhael Aivanhov. Er klingt vielleicht ein bißchen böse, soll uns aber nur ein wenig zum Nachdenken bringen. Ich zitiere:

„Ich kann nicht umhin festzustellen, dass etwas Wesentliches in den Menschen immer mehr verloren geht. Sie wissen nicht mehr, woran sie glauben sollen, welche Richtlinien einzuhalten sind. Trotz aller Kultur, Wissenschaft und Fortschritte auf allen Gebieten werden sie immer unsicherer und verstörter. Es fehlt an einem philosophischen System, das vernünftig, klar und harmonisch ist.

In der Kunst ist diese Tendenz besonders ausgeprägt: die Menschen wissen nicht mehr, wie sie sich in die höheren Sphären erheben können, so wie es frühere Künstler taten, um dort die Inspiration zu suchen, die Farben, Formen und Melodien des Himmels. Nun schlagen sie den abwärts führenden Weg ein, tauchen in die dichte Tiefe des Unterbewusstseins, wo giftige Pflanzen in Form von niederen Trieben, Impulsen, Begierden und Gefühlen wuchern.

Entfernt man sich von der Quelle der geistigen Sonne, wird man auch auf neuartige Formen stoßen. Jene Formen tragen jedoch zur Verwirrung des Betrachters bei. Deshalb sage ich: Jeder Künstler muss die Bewertung des eigenen Schaffens überprüfen! Wohin führt es?

Es wird vorgebracht, die Menschen spüren das Bedürfnis, etwas aus sich selbst hervorzubringen – besonders originell klingt das nicht. Alle Menschen spüren das, aber ist es unbedingt nötig, alles, was heraus will, vorzuzeigen? Zweimal am Tag muss jeder etwas von sich abführen – das wird jedoch keinem auf einem Tablett zum Schnüffeln vorgesetzt. Aber genau das machen bestimmte Schöpfer auf dem Gebiet der Kunst. Sie bieten den Anderen ihre Exkremente zum Schnüffeln an.“

Über die Bewertung von Kunst gehen die Meinungen schon immer weit auseinander. In Zeiten des Internets und der digitalen Verknüpfung hat sich das Ausmaß, Schrott zu produzieren und zu veröffentlichen, leider immens vervielfacht. Was sollten wir dabei bedenken? Ich zitiere den Mönch:

„Betrachtet ihr Wirrnis, wird sie sich in euch niederlassen – schaut ihr aber in Schönheit und Harmonie, werdet ihr selber schön und harmonisch. Das ist ein magisches Gesetz.“

Na, wenn das keine guten Aussichten sind!

Ich wünsche euch weiterhin einen angenehmen Sommer. Bis zum nächsten Block in einem Monat

HMM

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